Abbau von Diskriminierung
aufgrund sexueller Orientierung
Der Abbau von Diskriminierung aufgrund sexueller Orientierung bildete den Kernpunkt eines Trainings vom 6. bis 10. Juni 2009 in der Alten Molkerei Frille, an dem 28 Frauen aus 6 verschiedenen Ländern teilnahmen. Sie wollten herausfinden, wie Mädchenarbeit dazu beitragen kann, dass Mädchen ihre sexuelle Selbstbestimmung wahrnehmen können, ganz gleich ob lesbisch, bi-, trans- oder heterosexuell.
Die Hannchen-Mehrzweck-Stiftung (HMS) ist die größte deutsche Stiftung, die sich für die Emanzipation von Schwulen und Lesben einsetzt.
Sie fördert Initiativen und Projekte von gemeinnützigen Vereinen, die im weitesten Sinn durch Bildungsarbeit dazu beitragen, das Selbstbewusstsein, die Identität und die Handlungsspielräume von Lesben und Schwulen in der Gesellschaft zu stärken.
Nach einem Austausch, wie sich die Situation in den beteiligten Ländern bzgl. Diskriminierung von sexuellen Minderheiten gestaltet, begaben die Teilnehmerinnen sich in einen Prozess der Sensibilisierung in Bezug auf eigene Homophobien und Vorurteile. Hierbei eröffneten sich neue Kontakte zwischen heterosexuellen Frauen und Menschen, die nicht heterosexuell leben: Junge Lesben, Transsexuelle, quere Menschen (im Kreis der Teilnehmerinnen und mit Gästen). Anschließend wurden Maßnahmen zur Antidiskriminierung entwickelt. Hierbei wurden Impulse aus der Menschenrechtsbildung, der schwul-lesbischen Aufklärungsarbeit in Migrationsfamilien und der Lesbenberatung einbezogen.
Die Teilnehmerinnen erfuhren eine große Bereicherung darin, der Vielfalt sexueller Orientierungen wertschätzend zu begegnen und mit ihrer Arbeit dazu beitragen zu können, Tabus und Vorurteile gegenüber Homosexuellen, Transsexuellen und Intersexuellen abzubauen. Das Training wurde von dem EU-Programm "Jugend für Europa" und der Hannchen-Mehrzweck-Stiftung unterstützt.
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