Wovon gehen wir aus?
Auch wenn die traditionellen Rollenbilder von dem machtvollen männlichem Einzelkämpfer und der fürsorglichen weiblichen Hausfrau allmählich ihre "Einzigartigkeit" verlieren und reichhaltige Erweiterungen erfahren, so erleben wir nach wie vor bestimmte Zuschreibungen aufgrund des Geschlechtes. Männlichkeit und Weiblichkeit sind als soziale Konstruktionen (Gender) weiterhin ebenso präsent wie eine ungleiche Verteilung von Macht und Ressourcen (Hierarchie). Sie werden allerdings durch die individuell zugeschriebene Chancengleichheit und die - mediale - Inszenierung von Ausnahmen verdeckt. Ihre Wirkung entfaltet sich entsprechend auf subtile Weise, sei es durch scheinbare "Selbstverständlichkeiten", durch Normalität und damit Ausgrenzung von Realität oder im Deckmantel modernisierter Idealbilder.

Wir vermitteln Gender-Kompetenz
als Bestandteil des Managing Diversity

Das bedeutet:
  • eine geschlechtsbezogenen Perspektive als Qualitätsmerkmal der jeweiligen Handlungsfelder einnehmen
  • bestehende Strukturen und Machtverhältnisse insbesondere bzgl. des sich darin abbildenden Geschlechterverhältnisses analysieren
  • die eigene aktive und passive Beteiligung am bestehenden Geschlechterverhältnis erkennen und verstehen
  • "Geschlechtergerechtigkeit" definieren in Hinblick darauf, was Frauen und Männer davon haben
  • Leitbildentwicklung und Zieldefinition von Organisationen und Arbeitszusammenhängen unter Berücksichtigung der Maxime Chancengleichheit vornehmen
  • Strukturen und Rahmenbedingungen im Alltag und im Arbeitsvollzug gestalten, um Geschlechtergerechtigkeit zu realisieren
  • Kriterien und Kontrollinstrumente zur Überprüfung der Zielbestimmung entwickeln